Tagesausflug ins Hohenloher Land am 9. Mai 2026

Bild: Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen

Der Heimat- und Geschichtsverein Bürgstadt bietet in diesem Jahr seinen Mitgliedern, Freunden sowie geschichtlich Interessierten eine Ausflug der besonderen Art an. Auf dem Programm der nach Württembergisch Franken führenden Exkursion steht die Besichtigung des Hohenloher Freilandmuseums Wackershofen mit seinen über 70 historischen Gebäuden aus fast fünf Jahrhunderten. Nach dem Mittagessen auf dem Areal, im historischen Gasthaus zum roten Ochsen oder auf dem Käse- und Genussmarkt, geht es weiter zum ehemaligen Benediktinerkloster Großcomburg mit geschichtskündiger Führung durch die Anlage. Beschaulich zur freien Gestaltung besuchen wir anschließend die alte Salzsiederstadt Schwäbisch Hall. Schlendern sie durch die historischen Gassen, kehren Sie zum Kaffeetrinken ein und entdecken Sie die vielen Sehenswürdigkeiten der Mittelalterstadt aus Ihrem Blickwinkel. Bevor wir uns wieder heimischen Gefilden nähern, kehren wir auf dem Rückweg noch in Gottersdorf zum gemütlichen Abendessen ein. Das detaillierte Programm finden Sie im Download unten. Die Plätze sind limitiert - melden Sie sich jetzt an.


Heimat.Erlebnistag: Sonderführungen im Museum mit Besuch in Tante Lisbeths Häckerstube

Auf Initiative des Heimatministeriums, des Landesvereins für Heimatpflege e.V. und der Bezirke werden an diesem Tag in Bayern vielfältige Veranstaltungen angeboten mit dem Ziel, unsere lebens- und liebenswerte Heimat in den Mittelpunkt zu rücken und mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Zu diesem Anlaß möchten wir Ihnen in Bürgstadt die Gelegenheit bieten, entspannt durch das Museum zu schlendern und dabei Wissenswertes aus den vergangenen Jahrhunderten zu erfahren. Zum Abschluß besteht die Möglichkeit, bei einen Glas Wein und einem Snack in gemütlicher Runde die urige Atmosphäre der historischen Häckerstube zu geniesen. Melden Sie sich jetzt an.


Vortrag am 2. November 2025 "Der 30-jährige Krieg im Odenwald", 19 Uhr Foyer Mittelmühle

Referentin: Antje Vollmer

1622 Überfall der Kroaten auf das Schloss Erbach
Bild: S.E. Graf Eberhard XIX zu Erbach-Erbach

Es ist ein alter Treppenwitz: „Wie lange dauerte der 30-jährige Krieg?“ – Auf die Lebenserwartung eines Menschen des 17. Jahrhunderts projiziert, ist das fast ein ganzes Menschenleben lang. Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 ging es um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in ganz Europa. Die näheren politischen Zusammenhänge sind aus Geschichtsbüchern bekannt.
Wie aber stellte sich der Dreißigjährige Krieg im Einzelfall einer kleinen Region wie dem Odenwald dar? Wie erging es den hiesigen Menschen? Waren sie weit genug weg von den Machtzentren, um relativ ungeschoren davonzukommen? Oder erreichte der lange Arm des Krieges sie auch im Odenwald? Wer kämpfte für wen im Odenwald und wo ordneten sich die Grafen zu Erbach ein? Welche Kriegsherren versetzten den Odenwald in Angst und Schrecken? Gab es „Gut“ und „Böse“?
In der Geschichtsschreibung ist davon die Rede, dass in Teilen Süddeutschlands nur 30% der Bevölkerung überlebt habe. Der Odenwald hatte jedoch nicht so viel Glück. Viele Orte fielen wüst, die Suche nach Überlebenden ist ernüchternd. Schuld war nicht nur der Krieg selbst, sondern auch seine Begleitumstände, wie Hungersnöte und Seuchen.
Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Der Westfälische Friede war ein politischer Neuanfang, dessen Auswirkungen bis 1806 Geltung hatten. Das Land und die Bevölkerung jedoch erholten sich nicht so leicht von den Folgen eines Krieges, der eine Generation lang Europa überzog. Was das im Detail bedeuten konnte, wird der Vortrag von Antje Vollmer aufzeigen.